Mit Wänden und Fenstern sieht das Hexenhaus gleich schon viel wohnlicher aus:
Die 'aus-eins-mach-zwei-Fenster'
Leider regnet es zur Zeit oft an den Wochenenden, so dass sich der Baufortschritt doch eher in Grenzen hält.
Wenn das Wetter nicht mitspielt, dann nutze ich die freie Zeit, um im Keller an weiteren Fenstern für das Hexenhäuschen zu werkeln.
Und weil Zimmermann und Fensterbauer nicht genug ist und weil es so einfach aussah, habe ich mich letztens nun auch als Bleiverglaser versucht.
Das Glasschneiden war in der Tat kinderleicht, aber die Bleiprofile zu verlöten war dann doch nicht so einfach, wie ich mir das gedacht hatte. Bei meinem ersten Bleiglasfenster war entsprechend an mehreren Stellen das Bleiprofil beim Löten durchgeschmolzen:
Das lief leider gar nicht so, wie gewünscht.
Durch den niedrigen Schmelzpunkt von Blei reicht ein kleiner Moment zu lange Löten und es schmilzt durch und ist nicht mehr zu retten.
Da ich jetzt aber schon das ganze Werkzeug und haufenweise Glas gekauft hatte, war Aufgeben auch keine Option und ich habe es nochmal mit einem anderen Fenster versucht. Dieses Mal nach meiner Methode.
Und siehe da, so lässt sich arbeiten:
Fenster in Spinnenoptik für den Erker
Da muss wohl jeder seine eigene Technik entwickeln. Bei mir geholfen hat, nicht erst die ganzen Glaselemente zuzuschneiden und dann als Ganzes zu verbleien, sondern Stück für Stück erst Glas zuschneiden, Bleiprofil anpassen, sogleich mit viel Fingerspitzengefühl verlöten und dann mit dem nächsten Glasteil fortfahren.
Und was auch angenehmer zum Arbeiten ist, ist die Bleiprofile mit der Bandsäge zuzuschneiden, statt mit Schere oder Bleimesser. Denn dann bleibt das Profil erhalten und wird nicht zerquetscht:
Eine unserer Regentonnen ist irgendwann diesen Winter am Boden gerissen. Ich war schon kurz davor einen großen Hammer zu holen, um sie in den Gelben Sack zu komprimieren, da ist mir noch etwas Sinnvolleres eingefallen:
Umdrehen, Boden aussägen, seitlich Löcher rein, fertig ist der Schnellkomposter!
Hexenhaus nach Bauplan bauen wäre ja langweilig. Aber auch ein zwang- und planloser Zimmermann braucht zumindest gelegentlich mal eine Skizze. So ungefähr stelle ich mir das derzeitige Bauprojekt im Endzustand mal vor:
Mal sehen, wie weit das dann dem tatsächlichen Endzustand entsprechen wird...
Und weil es sonst ja viel zu einfach werden könnte und weil Zimmermann allein nicht genug ist, werd' ich jetzt noch Fensterbauer - Lektion 1: aus eins mach zwei
Das werden die Fenster für Rückwand und Dachgaube; im Hintergrund das bereits abgeschliffene Sprossenfenster für den Erker.
Worüber ich mir noch den Kopf zerbreche ist die Dachdeckung. Für Ziegel ist das Dach zu steil. Holzschindeln sähen klasse aus, sind aber viel zu teuer. Ein Reetdach sähe auch gut aus, aber da muss man sehr genau wissen was man macht, sonst ist es undicht und/oder schimmelt.
Bleibt eigentlich nur Bitumenschindeln als Option. Aber ich fürchte, dass sich das im Sommer dann unter dem Dach unerträglich aufheizen wird.
Any ideas, wie man Optik, Isolierung und Kosten unter einen Hut bringen kann?
Vorschläge am besten ins Kontaktformular.